Neueste Meldungen aus dem Schwimmverband NRW e.V.
Deutscher Schwimm-Verband tagt in NRW
5. ordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Schwimm-Verbandes nächstes Wochenende in Duisburg
Bereits zum fünften Mal tagt das oberste Organ des Deutschen Schwimm-Verbandes am nächsten Samstag in seiner neuen Struktur.
Wenn es sich auch um keine Wahlversammlung handelt, stehen einige wichtige Themen auf der Agenda. Neben Diskussionen zur künftigen Finanzierung des Verbandes wird den Delegierten der 18 Landesschwimmverbände auch ein erster Bericht der Projektgruppe Sportentwicklung präsentiert. Ziel dieser Projektgruppe ist es Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich der DSV Tätigkeitsfelder neben dem aktuellen Schwerpunkt Leistungssport erarbeiten und somit den Landesverbänden und ihren rund 2.300 Mitgliedsvereinen bessere Unterstützung bieten kann.
Mit Spannung erwartet wird auch die Präsentation des ersten Zwischenergebnisses der seit 15 Monaten arbeitenden Struktur- und Satzungskommission des DSV. Auftrag dieser Kommission ist es, den Mitgliedern eine zukunftsgerichtete Führungs- und Arbeitsstruktur des Verbandes zu empfehlen, mit welcher der DSV seine Aufgaben effizienter und im Sinne der Mitglieder umfassender wahrnehmen kann.
Die Mitgliederversammlung findet am 18.06.2022 in Duisburg statt. Bereits am Tag zuvor treffen sich sowohl das Präsidium des DSV als auch einzelne Arbeitsgruppen der Landesschwimmerbände zu vorbereitenden Arbeitssitzungen.
Coach the Coach
Erhalte bei Hospitationen Einblicke in Trainingsabläufe, diagnostische Verfahren & Testungen
Trainer*innen im Leistungssport haben ab sofort die Möglichkeit, u.a. bei unseren Landestrainer*innen sowie bei weiteren hochqualifizierten Trainer*innen an den Stützpunkten kostenfrei zu hospitieren. Dieses Angebot gilt sowohl für die Fachsparte Schwimmen, als auch für Wasserball, Wasserspringen und Synchronschwimmen.
Durch Hospitationen kann die eigene Trainingspraxis weiterentwickelt und das Niveau der eigenen Athlet*innen gesteigert werden. Die Hospitationen können mit bis zu 8 Lerneinheiten für die Verlängerung der Trainer*in-C- oder -B-Lizenzen des Schwimmverbandes NRW im Leistungssport verlängert werden.
Hier gibt es weitere Informationen
„Auf einer Wellenlänge – inklusiv aktiv“
Projekt „Auf einer Wellenlänge – inklusiv aktiv“ soll Menschen mit und ohne Behinderung zum Schwimmen bringen
Immer weniger Menschen können schwimmen. Diese Entwicklung kann lebensgefährlich sein. Um dem entgegenzuwirken, wollen der Schwimmverband NRW (SV NRW) und der Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW (BRSNW) mit dem Projekt „Auf einer Wellenlänge – inklusiv aktiv“ Menschen mit und ohne Behinderung zum Schwimmen bringen. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt von der Aktion Mensch.
Drei von fünf Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer – das hatte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Juni 2017 nach einer repräsentativen Umfrage bekanntgegeben. Dass sich dies in der Pandemie drastisch verschlechtert hat, konnte zur Genüge in den Medien verfolgt werden. Die Gründe: Durch Bäderschließungen und dem Ausfall von Schulschwimmunterricht konnten Tausende Kinder nicht schwimmen lernen. Zudem gibt es zu wenige Möglichkeiten für Schwimmkurse und für die vorhandenen zu lange Wartelisten. Für Kinder mit einer Behinderung kommt dann zu diesen Faktoren oft noch dazu, dass nur wenige Schwimmbäder einen barrierefreien Zugang ermöglichen oder sie aufgrund eines erhöhten Betreuungsschlüssels gar nicht teilnehmen können. Hier setzt das gemeinsame Projekt der beiden kooperierenden Sportfachverbände im Verbundsystem des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen an, für das aktuell zum 1. September 2022 noch eine Projektleitung gesucht wird.
In Nordrhein-Westfalen leben 1,9 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Das Ziel von „Auf einer Wellenlänge – inklusiv aktiv“ ist es, unter Einbeziehung von rund 2000 Mitgliedsvereinen die Teilhabe an Angeboten im Bewegungsraum Wasser zu ermöglichen. Dafür werden auch Vereine Übungsleitungen und Schwimm-Trainer*innen angesprochen, die bislang keine oder nur wenige inklusive Bewegungs-, Spiel- oder Sport-Angebote angeboten haben. Gerade für Menschen mit Behinderung bietet Wasser häufig ein Bewegungserlebnis, weil sie sich ohne Hilfsmittel fortbewegen können, die sie an Land möglicherweise brauchen – gesundheitsfördernde Aspekte inklusive.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt klar auf der Anfängerschwimmausbildung mit dem Ziel, sicher schwimmen zu lernen. Neben Qualifizierungs- und Beratungsangeboten für Übungsleitungen, Trainer*innen und Vereine – auch eine Zertifikatsausbildung zum „Inklusions-Coach“ ist angedacht – sollen vielfältige inklusive Angebote und ein eigenes, inklusives Schwimmabzeichen entwickelt werden, um individuelle Möglichkeiten besser zu berücksichtigen und Spielräume bei der Abnahme zu schaffen, die die bekannten Schwimmabzeichen derzeit nicht haben. Dieses inklusive Schwimmabzeichen soll im Projektzeitraum von September 2022 bis August 2025 in zertifizierten inklusiven Schwimmvereinen und -schulen bereits abgelegt werden können.
Ein weiterer Fokus des einzigartigen Projektes wird auf den Präventionsbereich gelegt, indem inklusive Aqua-Fitnessangebote für Menschen mit und ohne Behinderung entwickelt werden, um eine gemeinsame Teilhabe an gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten herbeizuführen. Außerdem erhalten Vereine und Schwimmschulen Hilfestellung bei der Schaffung barrierearmer Voraussetzungen. Diese werden in der Folge für eine bessere öffentliche Wahrnehmung als Inklusionsstandorte zertifiziert und ausgezeichnet.
Am Ende soll das Projekt nicht nur als Leuchtturm wirken, sondern durch die Schaffung insbesondere von nachhaltigen Strukturen im organisierten Sport auch über Nordrhein-Westfalen hinweg ein Katalysator für inklusive Schwimmangebote sein, damit diese dauerhaft in den Vereinen und Schwimmschulen stattfinden können und so allen Menschen den Zugang zum Schwimmen vereinfachen. Wenn Kinder mit einer Behinderung Schwimmen lernen, eröffnen sich ihnen auch mit Blick auf den Schwimmunterricht in Schulen oder Familienaktivitäten wie dem Freibadbesuch im Sommer oder im See baden ganz neue Perspektiven, an denen sie wachsen können.
Text: Nico Feißt
Bayer-Frauen erneut gegen Spandau
Neuauflage des Pokalfinals in der Frauen-Bundesliga
Livestream im Netz
DSV - So ärgerlich die zwei jüngsten knappen Niederlagen, beide mit nur einem Tor Unterschied, für die Wasserballerinnen vom SV Bayer 08 Uerdingen gegen die Wasserfreunde Spandau 04 auch gewesen sind: Für Uerdingens Nationalspielerin Aylin Fry bedeuten sie vor der an diesem Wochenende beginnenden Finalserie in der Bundesliga auch eine zusätzliche Motivation. Haben sie doch gezeigt, dass das junge Bayer-Team mit den Titelverteidigerinnen aus Berlin mithalten kann. „Wir haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass wir ein ebenbürtiger Gegner sind. Diesmal wollen wir unsere Chance nutzen, wir sind heiß auf den Titel“, sagt Fry. Und fügt hinzu: „Auch Spandau kann schließlich nicht immer gewinnen.“
In der laufenden Saison war das bisher jedoch tatsächlich fast immer der Fall. Im Becken haben die Wasserfreunde in dieser Spielzeit jedenfalls noch keinen Punkt abgegeben – die einzige Niederlage resultiert vom grünen Tisch, weil Berlin zu einem Spiel in Bochum unter der Woche nicht antreten konnte. Den Pokal hat Spandau Anfang des Monats ebenfalls schon gewonnen, nun greift der Hauptstadtklub erneut nach dem Double – es wäre die dritte Meisterschaft in Folge.
Schwimmerischer Mehrkampf als Experiment
SMK in die Offenen SV NRW-Meisterschaften 2022 in Wuppertal integriert
Ein organisatorisches Experiment stellte der diesjährige Schwimmerische Mehrkampf (SMK) 2022 dar. Die 38 Wettkämpfe der Jahrgänge 2011/2012 wurden in die Offenen SV NRW-Meisterschaften in Wuppertal integriert. Ob dieses Experiment gelungen ist, darüber gingen im Wuppertaler Schwimmleistungszentrum die Meinungen stark auseinander. Das es überhaupt möglich war, beide Veranstaltungen zusammen durchzuführen, lag in erster Linie daran, dass die Meldungen zu den Offenen Meisterschaften sehr gering waren. Nichtsdestotrotz konnten beide Wettkämpfe in einem noch überschaubaren zeitlichen Rahmen abgewickelt werden. Für den SMK hatten 36 Vereine 120 junge Sportler*innen gemeldet. Eingebettet wurden deren Wettkämpfe in die Vorläufe der offenen Klasse jeweils an den beiden Vormittagen. Die Endergebnisse des SMK standen am Mittag des zweiten Wettkampftagen fest. Jeder Teilnehmer*in, unabhängig von der Platzierung erhielt eine Urkunde. Die jeweils ersten Drei der vier verschiedenen Wettkampfvarianten in den einzelnen Jahrgängen erhielten Medaillen und konnten zusätzlich noch einen Pokal in Empfang nehmen.
Text und Fotos: Peter Kuhne

DJM 2022 mit fast 1300 Aktiven startet
Hier geht es zum Livestream
DSV - Diese Zahlen sind einfach beeindruckend: 1293 Aktive (davon 605 Mädchen) aus 265 Vereinen haben für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin (24. – 28. Mai) gemeldet. Insgesamt stehen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) 68 Wettkämpfe mit 453 Läufen auf dem Programm, es starten diesmal die Jahrgänge 2005 bis 2009 weiblich beziehungsweise 2004 bis 2009 männlich. Publikum ist an der Landsberger Allee zwar wieder erlaubt, für alle Daheimgebliebenen gibt es aber natürlich auch einen Livestream.
>> Zum Livestream von der DJM 2022 in Berlin
>> Startlisten, Zeitplan und Ergebnisse der DJM 2022 in Berlin
Lehrgänge im Mai & Juni
In den nächsten Wochen weiterbilden
Die Qualifizierungsangebote in den nächsten Wochen sind vielfältig - so ist für jede und jeden etwas dabei!
- 31.05.2022 | 18:00-20:00 Uhr | Online-Seminar (2 LE): Auqa Fitness: Anleiten aber richtig - Tipps & Tricks für den Beckenrand
- 01.06.2022 | 18:00-20:00 Uhr | Online-Seminar (2 LE): Prävention sexualisierter Gewalt
- 08.06.2022 | 18:00-20:00 Uhr | Online-Seminar (2 LE): Aqua Fitness: Koordinative Fähigkeiten am Beckenrand und im Wasser
- 12.06.2022 | 10:00-16:00 Uhr | in Oelde (8 LE): Mobbing - erkennen, verstehen und wirksam vermeiden (vom Schwimmbezirk Ostwestfalen-Lippe)
- 13.06.2022 | 17:00-19:00 Uhr | Online-Seminar (2 LE): Schwimmen lernen leicht gemacht
Hier geht es zu allen Lehrgangsangeboten.

Lina Kröger und Cedric Büssing Jugendschwimmer*in des Jahres 2021
Im Rahmen der Offenen SV NRW-Meisterschaften in Wuppertal wurde die Ehrung von Lina Kröger (SG WAGO) und Cedric Büssing (SG Essen) zum/zur Jugendschwimmer*in des Jahres 2021 im SV NRW durchgeführt. Cedric Büssing gewann bei den Jugendeuropameisterschaften 2021 in Rom die Goldmedaille über 400m Lagen mit neuem Deutschen Altersklassenrekord von 04:17,40 Minuten. Bei den gleichen Titelkämpfen holte er zudem noch die Bronzemedaille über 200m Lagen und Silber mit der deutschen 4x200m Freistilstaffel der Männer. Lina Kröger wurde bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften dreifache Titelträgerin über alle Rückenstrecken. Bei den Jugendeuropameisterschaften in Rom stand sie im Finale über 50m Rücken, wo sie Platz sechs belegte. Über 100m Rücken wurde sie Zehnte. Mit der deutschen 4x100m Lagenstaffel der Frauen wurde sie Achte. Die Ehrung im Wuppertaler Schwimmleistungszentrum nahmen die Landestrainer Schwimmen, Jürgen Verhölsdonk und Jan Klocke vor. Die Laudatio hielt der Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit im SV NRW, Peter Kuhne.
Bericht und Foto: Peter Kuhne
Goodbye Jessy!!
SV NRW verabschiedet Jessica Steiger (VFL Gladbeck 1921)
als aktive Leistungsschwimmerin
Mit Jessica Steiger (VFL Gladbeck 1921) nahm eine herausragende Sportlerin des SV NRW Abschied vom internationalen Wettkampfsport. Unser Landesverband verabschiedete die 29-jährige offiziell bei den SV NRW-Jahrgangsmeisterschaften in Dortmund. Die Laudatio hielt der Landesreferent Leistungssport im SV NRW, Frank Lamodke. Jessica Steiger ist seit vielen Jahren ein Aushängeschild des SV NRW. Von 2016 bis 2019 war sie viermal in Folge Schwimmerin des Jahres im SV NRW. Sie ist mehrfache Deutsche Meisterin und nahm mit der DSV-Auswahl an Europa- und Weltmeisterschaften teil. Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 in Berlin schwamm sie über 200m Brust mit 2:25,00 Minuten einen Deutschen Rekord, der bis zum Frühjahr 2022 Bestand hatte. Auch wenn sie jetzt von der internationalen Bühne Abschied genommen hat, geht sie dem Schwimmsport doch nicht ganz verloren. Ihrem Verein VFL Gladbeck steht Jessica auch in Zukunft für Mannschaftswettkämpfe zur Verfügung.
Text und Foto: Peter Kuhne






