News der Fachsparte Wasserball

05.05.2022

Zwei Topfavoriten und ein Außenseiter bei der Endrunde im DSV-Pokal

05.05.2022 - Deutscher Schwimm-Verband: Sie wissen natürlich, dass sie der große Außenseiter sind. Doch allein die Teilnahme an der Endrunde im DSV-Pokal in Duisburg ist für die Wasserballer des SV Bayer Uerdingen 08 ein Riesenerfolg. Erstmals seit 2013 ist damit wieder ein Verein bei der Pokalentscheidung vertreten, der nicht der A-Gruppe der Bundesliga angehört. Als die Uerdinger 2016 zuletzt bei der Endrunde dabei waren, spielte der Klub noch in der A-Gruppe. Damals wurde man nachträglich sogar Pokalsieger, weil Endspielgegner Wasserfreunde Spandau 04 einen nicht teilnahmeberechtigten Spieler eingesetzt hatte und den Titel deswegen aberkannt bekam.

„Das ist jetzt das Sahnehäubchen auf diese Saison, dass wir unter den letzten vier Mannschaften im Pokal mit dabei sind. Die Endrunde ist immer ein schönes Event, wir freuen uns sehr, dass das geklappt hat“, sagt Uerdingens Ex-Nationalspieler Ben Reibel. „Auch wenn wir uns bewusst sind, dass die Leistungsunterschiede zu den anderen Teams enorm sind, werden wir uns gut vorbereiten und wollen jeden Moment genießen. Gerade für unsere jüngeren Spieler ist es ein tolles Erlebnis, gegen solche Topleute anzutreten.“

Um den Cup werden aber vermutlich andere spielen, allen voran die beiden nationalen Topteams von Titelverteidiger Waspo 98 Hannover und Rekordpokalsieger Wasserfreunde Spandau 04 (31 Titel). Im Halbfinale am Freitag (06. Mai) bekommen es die Berliner zunächst mit Gastgeber ASC Duisburg zu tun (18:00 Uhr), Hannover trifft auf Außenseiter Uerdingen (20:00 Uhr). Das Finale (18:30 Uhr) und das Spiel um den dritten Platz (16:30 Uhr) finden am Tag darauf statt.

Die Bilanz der aktuellen Saison spricht dabei auf den ersten Blick für die Spandauer, die in dieser Spielzeit auf nationaler Ebene bislang sämtliche Vergleiche mit Waspo für sich entscheiden konnten – zweimal in der Liga, wo die Wasserfreunde die Vorrunde als einzige Mannschaft ohne Punktverlust als Erster abschlossen, und zuvor auch schon beim Supercup. Das jüngste Aufeinandertreffen in der Champions League ging jedoch an Hannover, das mit dem Einzug ins Finalturnier der Königsklasse zudem noch einmal mächtig Selbstvertrauen gesammelt hat.

Spandaus Frauen in der Pole-Position, Uerdingen setzt auf den Heimvorteil

Bei der nur wenige Kilometer entfernt in Krefeld ausgetragenen Pokalendrunde der Frauen sind Waspo und Spandau ebenfalls dabei und treffen dort sogar schon im Halbfinale am Freitag (20:00 Uhr) aufeinander. Allerdings sind die Rollen hier klarer verteilt: Die Berlinerinnen sind Titelverteidigerinnen und haben seit 2019 zuletzt dreimal hintereinander den Pokal gewonnen, sie sind Tabellenerste in der Bundesliga und haben in dieser Saison auf nationaler Ebene noch kein Spiel verloren. Hannover dagegen wird in der Liga die Play-offs verpassen. Dafür waren die Waspo-Frauen zuletzt im Pokalwettbewerb durchaus erfolgreich: 2018 und 2019 stand man jeweils im Finale, 2020 sprang zumindest der dritte Platz heraus.

Die größte Herausforderung für die Wasserfreunde kommt aber vermutlich vom SV Bayer Uerdingen 08, die in den beiden vergangenen Jahren im DSV-Pokal jeweils Zweite wurden und auf diesem Platz aktuell auch in der Liga rangieren. Die Vizemeisterinnen des Vorjahres haben als Gastgeberinnen des Turniers zudem Heimvorteil. In der Vorschlussrunde misst sich Uerdingen am Freitag (18:00 Uhr) zunächst mit dem Eimsbütteler TV aus Hamburg. Die Verliererinnen der beiden Halbfinals spielen tags darauf um Platz drei (12:15 Uhr), die Siegerinnen um den diesjährigen DSV-Pokal. Die Siegerehrungen beider Geschlechter erfolgen am Samstag gemeinsam im Anschluss an das Endspiel der Männer in Duisburg.

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