Es muss nicht immer ein Unikat sein

Bauprojekte ganz allgemein und der Bau von Schwimmbädern im Speziellen sind komplexe Unterfangen.

Über die Bedarfsermittlung, Vorplanung, Ausschreibung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung bis hin zur Abwägung der Interessen vieler verschiedener Nutzergruppen stellt der Neubau eines Bades ein komplexes Unterfangen dar, welches manche Kommune nicht nur an die finanziellen, sondern vor allem auch personellen Grenzen führt. Herausfordernd sind hierbei nicht die Anforderungen, die ein Lehrschwimmbecken oder Sportbecken stellen, sondern die vielen anderen Beckenvarianten und Nutzungsmöglichkeiten, die ein solches Bad bietet. Änderungen gewählter Optionen im laufenden Bau führen häufig zu enormen Abweichungen bei Zeit- und Kostenplan.

Individuell geplante Freizeit- und Kombibäder haben ihre Daseinsberechtigung vor allem da, wo sie als Freizeitstätten, in denen man nicht nur schwimmt oder Schwimmen lernt, sondern es sich insgesamt gut gehen lassen kann und sie die touristische Attraktivität einer Kommune aufwerten.

Der funktionale Bauansatz geht einen anderen Weg. Hierbei wird vorrangig darauf geachtet, welche Funktion erfüllt werden muss, ohne besonderes Augenmerk auf optische Gefälligkeit oder Alleinstellungsmerkmale des Bauprojektes zu legen.

Funktionaler Schwimmbadbau bedeutet keine Einschränkung, sondern eine Beschränkung auf das Wesentliche: auf Wasserflächen für die Schwimmausbildung, den Gesundheitssport und den sportlich aktiven Schwimmer. Schwimmbecken für diesen genannten Zweck sind immer gleich und über entsprechende Richtlinien sogar standardisiert.

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