Ehrenamt schützen, Zukunft sichern: Die Hintergründe im Überblick

Zeit für ein zukunftsfähiges Fundament

Schwimmsport macht Spaß und stiftet Gemeinschaft – doch das Drumherum ist in den vergangenen Jahren spürbar komplexer geworden. Ob an der Beckenkante im Verein oder am Schreibtisch in der Geschäftsstelle: Die Anforderungen an Organisation, Bürokratie und Rechtssicherheit wachsen stetig. Genau hier liegt der Ursprung unserer Strukturreform.

Zwischen Bädernot, Paragrafen und Erwartungen

Vielleicht findet ihr euch in dieser Szene wieder: Eigentlich wollt ihr Kindern das Schwimmen beibringen, Trainingszeiten absichern und Sportlerinnen und Sportler anfeuern. Stattdessen verbringt ihr Abende über Formularen, kämpft mit Schließzeiten sanierungsbedürftiger Bäder und fragt euch im Paragrafendschungel zwischen Datenschutz, Safe SPort Code und Vereinsrecht: „Wollte ich nicht einfach nur Training geben, statt Jura zu studieren?“

Auch für uns als Verband spitzt sich die Lage zu: Die öffentliche Hand kürzt Budgets, die Anforderungen an Prävention, Jugendschutz und Leistungssport steigen, und ihr als Mitgliedsvereine braucht zu Recht schnelle, professionelle Unterstützung. Mit den traditionellen Strukturen vergangener Jahrzehnte lässt sich dieser Spagat kaum noch bewältigen.

Ehrenamt am Limit: Verantwortung braucht zeitgemäße Rollen

Ein Verband unserer Größenordnung bewegt heute Themen und Budgets wie ein mittelständisches Unternehmen: Arbeitsrecht, Zuwendungs- und Vergaberecht, Liegenschaften, Digitalisierung und Steuerfragen fordern tägliche Entscheidungen.

Bislang lag die volle persönliche Haftung und operative Letztverantwortung nach § 26 BGB weitgehend bei ehrenamtlichen Vorständen. Das ist weder zeitgemäß noch zumutbar: Wer sich im Ehrenamt engagiert, soll Sportpolitik gestalten, Visionen einbringen und die Vereine vertreten – nicht das operative Tagesgeschäft mit all seinen Haftungsrisiken schultern müssen.

Unser Ziel: Entlasten, professionalisieren, beteiligen

Die angedachte Reform trennt daher zwei Ebenen klar voneinander:

  1. Hauptamtliche operative Führung: Ein hauptamtlicher Vorstand leitet die laufenden Geschäfte, steuert die Verwaltung und übernimmt die arbeits- und haftungsrechtliche Verantwortung im Alltag.
  2. Starkes Ehrenamt als Aufsicht und Impulsgeber: Ein gewählter Aufsichtsrat setzt den Rahmen, kontrolliert den Vorstand und vertritt die sportpolitischen Interessen – flankiert von lebendigen Konferenzen, in denen ihr als Vereine mitbestimmt.

Kurz gesagt: Wir schaffen Strukturen, die unser Ehrenamt schützen, die Verwaltung schlagkräftig machen und sicherstellen, dass eure Verbandsbeiträge zielgerichtet an der Beckenkante ankommen.

Wie diese Aufgabenteilung in der neuen Satzung konkret geregelt ist, könnt ihr

im interaktiven Satzungsmodell  

Schritt für Schritt selbst erkunden.

Antworten auf die wichtigsten Praxisfragen findet ihr direkt unten im FAQ-Bereich.

FAQ zur Führungs- und Strukturreform

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